Was ist ein untauglicher Versuch?

Untauglich ist ein Versuch dann, wenn er von vornherein nicht zum „Erfolg“, also zur tatsächlichen Vollendung der Straftat führen kann.

Lehrbuchbeispiel hierfür ist es, wenn man versucht, jemanden zu töten, der aber bereits kurz zuvor eines natürlichen Todes gestorben ist. Man spricht hier von einem untauglichen Tatobjekt, denn Opfer eines Totschlags oder Mordes kann nur ein lebender Mensch sein.

Auch der untaugliche Versuch ist strafbar, wie sich aus § 23 Abs. 3 StGB ergibt: Wenn sogar der „grob unverständige untaugliche“ Versuch nur mit Strafmilderung behandelt wird, dann muss der „normal untaugliche“ Versuch ganz regulär als Versuch geahndet werden.

Insoweit muss man den untauglichen Versuch auch vom „abergläubischen Versuch“ unterscheiden.